#BANGKOK Tag 1

Wir schreiben das Jahr 2020 im Kalendermonat April. Der Blick zurück fühlt sich an wie eine Zeitreise. Dabei sind es keine zwei Monate her, als wir von unserer Thailand Reise zurückgekehrt sind. War die Welt zu diesem Zeitpunkt doch eine andere. Ich will heute, an diesem Samstag, zurückkehren, zurückkehren zum 02. Februar 2020, nach Bangkok, Suvarnabhumi Airport, morgens zum Sonnenaufgang. Ich mag es, zu dieser Zeit in Bangkok zu landen.

Pünktlich war unsere Maschine aus Frankfurt, um 06:25 A.M. am Gate zum Ausstieg bereit. Der A380 von Thai Airways macht das Reisen doch sehr angenehm und so waren wir einigermaßen ausgeruht. Der Weg vom Gate 40 ist uns gut bekannt. Wir hatten diesmal keine Eile, sonst führte uns der Weg zum Weiterflug nach Ko Samui und für das Umsteigen blieb in der Vergangenheit wenig Zeit. Doch etwas war an diesem Morgen anders. Der Gang vom Gateway wurde schmaler und die Passagiere, die aus den Seitengängen strömten, stauten sich zurück. Wir reihten uns ein und standen dicht an dicht, bis sich Zweierreihen bildeten und wir paarweise die Wärmebildkamera passierten. Anderen Passagieren wurde vor Ort Temperatur gemessen, wir durften passieren. Ein leichter Beigeschmack und ein müdes Lächeln blieb. Wir machten uns auf zur Immigration.

Die Immigration verläuft in der Regel problemlos. Das Visum wird bereits im Flugzeug verteilt und kann entsprechend dort schon ausgefüllt werden. Wir wundern uns jedes Mal, wie viele Passagiere mit unvollständigem oder ohne Visum vom Zöllner zurückgeschickt werden. Für uns Routine, Pass mit Visum vorzeigen, Fingerabdrücke, Foto und den schönen Stempel, fertig gehts zum Koffer Abholen. Ach nein, wir reisten ja dieses Mal mit dem Rucksack. Für uns eine neue Erfahrung. Wir hatten dieses Mal auf die Buchung im Reisebüro verzichtet und unsere Reise selbst zusammengewürfelt. Wir teilen in diesem Bericht unsere Erfahrung mit Euch. Ihr findet sicherlich zwischen den Zeilen den ein oder andern Tipp für Bangkok.

Nachdem die ganze Prozedur, vom Ausstieg, bis wir unsere Rucksäcke auf dem Rücken hatten, länger dauerte als geplant, befürchteten wir schon unser bestelltes Taxi zu verpassen. Der Fahrer hatte aber inzwischen schon angerufen und nach einem kurzen Gespräch, bestehend aus Nennung der Zeit („10 minutes“) und Vereinbarung des Ortes „Exit Ten!“ (Ausgang 10!), saßen wir auch kurzum im Taxi und es ging wie vereinbart für 450 Baht in die historisch gewachsene „Altstadt“ von Bangkok.
Im Nachhinein müssen wir sagen, Taxi von zu Hause aus buchen, unnötig. Der Preis von 450 Baht geht noch in Ordnung, es geht eben auch günstiger und authentischer.

Wir bleiben dieses Mal nur zwei Nächte in Bangkok und haben uns im Vorfeld darauf festgelegt uns auf das Viertel „Rattanakosin“ zu beschränken. Zwei Tage ist nicht viel für Bangkok. Für die Altstadt und deren Sehenswürdigkeiten aber ausreichend. Passend zum Viertel wählten wir die Unterkunft und unsere Spürnase sollte sich als goldrichtig beweisen.

Das „Old Capital Bike Inn“ verdient den Namen „Geheimtipp“. Die Unterkunft zelebriert die Herzlichkeit, die Geschichte und das Exotische von Thailand. Mit viel Liebe zum Detail fügt sich die Unterkunft wie ein Schmuckstück in die Altstadt von Bangkok ein. Wir wohnten im Zimmer „Songwat 2“, welche Straßennamen des Altstadtviertels tragen.

Nachdem wir uns im Zimmer erfrischt hatten, ging es raus auf die Straße. Das Wunderbare an Bangkok, man kann sich ohne Ziel treiben lassen. Wir erkunden die Gegend gerne zu Fuß und nutzen eher selten das Tuk Tuk um uns fortzubewegen. Wir überquerten die „Phanfa Bridge“ und stießen auf den Buddhistischen Tempel „Golden Mount“ oder „Wat Saket„. 318 Stufen später, die den Weg auf den künstlich aufgeschütteten Berg führen, standen wir mit schöner Sicht über das alte Bangkok, auf dem Plateau des „goldenen Bergs“.

Die Anlage zählt mit zu den ältesten buddhistischen Tempelanlagen in ganz Bangkok. Wir waren am Vormittag an der Anlage und es war von den Besuchern sehr überschaubar. Aufgrund der Stufen würden wir die Besichtigung am frühen Morgen anraten.

Vom sich abzeichnenden Hunger getrieben, liefen wir die „Maha Chai Road“ Richtung „Rommaninat Park“. Den Blick stets suchend nach einer Garküche. Wie haben wir das Essen vermisst! Alleine jetzt, beim Tippen dieser Zeilen, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Wir haben noch nie schlechte Erfahrungen bei den Garküchen gemacht. Wichtigste Orientierungspunkte: Plastikstühle & Tische, Stäbchen & Löffel, Plastikgeschirr (Mehrweg) Einheimische sitzen und essen dort; keine Tischdecken und wenn es geht, steht die Oma hinterm Wok.

Nach dem Essen liefen wir noch eine Weile weiter durch die angrenzenden Marktgassen (Sampeng market), die kein Ende nehmen wollten, bevor wir die Richtung zu unserer Unterkunft wechselten. Wir waren für den Abend mit unserem Gastgeber zu einer nächtlichen Radtour, die dienstags und donnerstags kostenlos angeboten wird, durch Bangkok verabredet.

Nach der erhaltenen Einweisung im Umgang mit den Fahrrädern machten sich drei Pärchen und Gastgeber auf in die nächtlichen Straßen von Bangkok. Mit dem Fahrrad durch Bangkok ist schon ein recht besonderes Erlebnis. Die Straßen sind im Vergleich zum Tag nur wenig befahren – eine leicht kühlende Fahrtluft – von überall riecht es lecker nach Essen – die Menschen immer im Treiben und die beeindruckende Umgebung machten eine kleine Fahrradtour zu etwas ganz besonderem. Die Fahrt führte in und durch das Herz der Altstadt. Tempelanlagen welche auch in der Nacht geöffnet sind, können betreten und besichtigt werden. Die Gebäude sind verschlossen. Dennoch ist ein Besuch lohnenswert. So kann man diese Orte, welche am Tag oft überlaufen sind, in aller Ruhe und nahezu alleine begehen und die nächtliche Stimmung in sich aufsaugen.

Die Tour führte uns an den Außenmauern des berühmten „Wat Pho“ mit dem liegenden golden Buddha bis hin zum traditionellen Blumenmarkt von Bangkok. Den „Pak Khlong Talat“ muss man gesehen haben – alleine über diesen „Flower Market“ würde es sich lohnen, einen Bericht zu schreiben. Es ist egal, wann ihr dort auftaucht, der Markt ist 24/7 geöffnet. Für die, die gerne den frühen Vogel fangen, lohnt sich der Besuch ab 3 A.M. (Adresse: Jakkrapet Road, Bangkok, Thailand).

Ihr habt Lust auf das beste selbstgemachte Ice in Bangkok? Dann aufgepasst, dann seid ihr im „Natthaphon Coconut Ice Cream“ genau an der richtigen Stelle. Einen Ort, den ihr garantiert in keinem Reiseführer findet. Die Ice Cream wird schon seit über 25 Jahren dort verkauft. Wir genossen das Eis und bestaunten das traditionelle „Sepak Takraw“. Eine Sportart zwischen Volleyball und Fußball. Den Abschluss der Tour bildete der Königspalast.

Soviel Radeln macht dann doch hungrig und so ging es noch einmal, nachdem wir mit den Rädern zurück in der Unterkunft sind, auf die Straße. Wir mussten nicht lange suchen und aßen an diesem Abend die wohl besten Herbstrollen unseres Lebens. Dazu gab es ganz traditionell Pad Tai. Natürlich haben wir auch hier den Ort für Euch auf der Karte markiert..

Ausblick: Im zweiten Teil gibt es die berühmt-berüchtigte „Khaosan Road“ oder das, was von ihr übrig ist. DIe „Rambuttri“, den „Santi Chai Prakan Park“ mit dem berühmten „Phra Sumen Fort“ und viele kleinere weitere tolle Orte.
Ich hoffe, Ihr hattet Spaß beim Lesen und freut Euch mit mir auf den zweiten Teil.

Fortsetzung folgt…

Abschließend findet ihr alle Orte der Tour zusammengefasst auf meiner Google Liste.

Tobias Verfasst von:

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